Michael Fliri
The light never sees a shadow

26. März 2018 bis 24. Mai 2018

RLB Atelier Lienz

In einem aufwendigen Verfahren hat Michael Fliri für die Ausstellung im RLB Atelier neue Fotoarbeiten entwickelt, die visuell äußerst ansprechend das Phänomen von Licht und Schatten ins Zentrum stellen.

  • Ausstellungsansicht
  • Karin Ferrari

    DECODING The Mysteries of Antarctica (THE WOHLE TRUTH), 2017, Video HD, 11 min

  • The light never sees a shadow, 2018

    Lustre Fine Art Print, 108x135 cm

  • The light never sees a shadow, 2018

    Lustre Fine Art Print, 108x135 cm

  • The light never sees a shadow, 2018

    Lustre Fine Art Print,
    72x95 cm

Michael Fliri (geb. 1978 in Taufers/Südtirol - lebt in Taufers und Zürich) arbeitet mit Performance, Video, Fotografie und Skulptur. Eine zentrale Rolle in seinem Schaffen spielt das Thema der Maske, das er in seiner Vielschichtigkeit immer wieder in neuer Form aufgreift. Auch die Fotoarbeiten, die eigens für die Ausstellung entstanden sind, zeigen maskenähnliche Gebilde.

Was für die eine einen Tierschädel darstellt, mag für den anderen ein Science-Fiction-Helm sein. Letztlich sehen wir skulpturale Gebilde aus transparentem Kunststoff vor einem weißen Hintergrund, die durch ein ausgeklügeltes, farbiges Licht-Schatten-Spiel belebt werden. Material und Lichtführung verleihen den Arbeiten eine Aura des Flüchtigen, des Nichtgreifbaren, des Ephemeren.

Fällt ein schneller Blick auf die gesamte dreizehnteilige Serie, scheint sich ein Motiv – gleich dem Wesen einer Wolke – im ständigen Wandel zu befinden. Eine genauere Betrachtung lässt jedoch erkennen, dass es sich zum einen um unterschiedliche Plastiken mit verschiedenen Oberflächenstrukturen handelt. Zum anderen erscheint ein und dieselbe Form durch eine veränderte Lichtregie völlig neu.

„Am Anfang dieser fotografischen Werkgruppe stehen Skulpturen aus Gips mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. Mittels eines Tiefziehverfahrens wird von diesen eine transparente Oberflächen-›Haut‹ aus Kunststoff abgenommen und es entstehen dreidimensionale Masken. Beleuchtet durch mehrere Lichtquellen, vervielfältigen sich die Schatten der Formen, ebenso wie die zentral gesetzte Augenöffnung – etwas Wesenartiges entsteht. Licht ist immateriell und setzt die Welt auf so unterschiedliche wie faszinierende Weise in Szene. Es ist etwas Magisches daran, wie Licht sich manifestiert und sogar Gefühlswelten hervorrufen kann. Das ist das ›Material‹, mit dem ich arbeiten wollte“, beschreibt Fliri.

Zur Ausstellung erscheint der gleichnamige Katalog mit einem Textbeitrag von Silvia Höller und einem Interview mit Michael Fliri, geführt von Silvia Höller (64 Seiten).