Max Weiler I Wie eine Landschaft

26. Juni 2017 bis 08. September 2017

RLB Atelier Lienz

In über siebzig Schaffensjahren hat Max Weiler (Absam 1910 - 2001 Wien) ein unglaublich umfangreiches Werk hinterlassen, das eine ganz eigene Auffassung von Natur ins Zentrum stellt und das weit über Österreich hinaus Anerkennung gefunden hat.

  • Feuer am Himmel, 1983

    Eitempera auf Leinwand
    130x120 cm

  • Schiefer grüner Baum, 1987

    Eitempera auf Leinwand
    130x130 cm

  • Wie eine Landschaft, 1963

    Eitempera auf Leinwand
    60x115 cm

Max Weiler verstand die Natur als spirituelle Kraft. So sind seine abstrakten Naturbeobachtungen als bildnerische Gleichnisse für ein universelles, kosmisches Naturbild zu sehen, das über die reine Naturerfahrung hinausgeht, um neue Ausdrucksmöglichkeiten zu finden.

Weilers Entwicklung hin zu seiner individullen Auseinandersetzung mit der Natur erfolgt schrittweise. Sein Frühwerk ist noch ganz der figurativen Malerei verpflichtet. Und doch ist er weit davon entfernt, Traditionalist zu sein. So lösten seine Fresken in der Theresienkirche auf der Hungerburg in Innsbruck (1945–1947) einen Kunstskandal von nationaler Tragweite aus.

In den 1950er-Jahren befreit sich Weiler immer mehr von der gegenständlichen Malerei und experimentiert mit stilisierten Formen und Farbflächen. 1960/61 entsteht der große Werkzyklus „Als alle Dinge …“, mit dem er die Grenzen der gestischen Malerei auslotet. In seiner darauffolgenden umfangreichen Werkreihe „Wie eine Landschaft“ (1962–1967), die heute zu seinen bedeutendsten zählt, findet Weiler schließlich zu seiner eigenständigen prozessualen, d. h. aus der Farbe heraus entwickelten Malerei, getragen von seinem Naturbild.

Die Ausstellung im RLB Atelier präsentiert eine Auswahl aus der Sammlung der Raiffeisen-Landesbank Tirol, deren Weiler-Bestand neben einem Wandbild in der RLB Bankstelle Lienz von 1985 insgesamt 22 Werke umfasst.