INFOBOX
sieben Positionen – Alexandra von Hellberg, Josef Rainer, Peter Sandbichler, Nikolaus Schletterer, Renée Stieger, Letizia Werth, Heidrun Widmoser
Heidrun Widmoser arbeitet mit Öl oder Eitempera auf Leinwand. Ausgangspunkt ihrer Arbeit stellen beiläufig fotografiert wirkende Details von Naturausschnitten dar. Aus diesen collagiert sie Entwürfe, die im malerischen Prozess abstrahiert werden. Das Ergebnis ist eine scheinbar abstrakte Malerei mit weichen, unscharfen Formen. Auch Letizia Werth verwendet Fotos als Vorlage für ihre künstlerische Arbeit; private Erinnerungen unbekannter Personen, die sie auf Flohmärkten sucht, und die das Ausgangsmaterial für ihre großformatigen, zarten Bleistiftzeichnungen bilden.
Aus dem grafischen Bereich kommt auch Alexandra von Hellberg – Radierungen sind ihr eigentliches Medium. Für die Ausstellung gestaltet die Südtirolerin eine ihrer Rauminstallationen, an denen sie seit einigen Jahren arbeitet. In einer Abstellkammer wird geradezu ein Horrorkabinett des Kitsches angesammelt, ein bunt überladenes Konglomerat unzähliger gesammelter wertloser Wegwerfartikel, Zeitungsausschnitte und Heiligenbildchen.
Eine räumliche Installation ganz anderer Art präsentiert Josef Rainer, indem er alltägliche Szenen mit seinen kleinen modellierten Gipsfiguren nachstellt. Ebenfalls für die Ausstellung entstanden sind Fotoarbeiten, in denen sich seine Figuren in unterschiedlichen realen Umfeldern wiederfinden und durch eigenwillige Dimensionsverschiebungen die komplexe Thematik von Realität und Fiktion aufgeworfen wird.
Das Medium Fotografie nutzt seit Jahren auch Nikolaus Schletterer als künstlerische Ausdrucksform. In der Ausstellung werden erstmals eine Reihe seiner "Speicherpaare" gezeigt, mit denen er sich seit einiger Zeit beschäftigt. Mit der Großbildkamera hält er Trinkwasserspeicher, die aus Sicherheitsgründen immer paarweise angelegt sind, in jeweils zweiteiligen Arbeiten fest. Eingetaucht in eine fast mystische Ästhetik, transformieren die funktionalen Behältnisse zu abstrahierten Kunstwelten.
Im Bereich des bewegten Bildes arbeitet Renée Stieger. Die aus der Performance kommende Künstlerin führt auch in ihren Videoarbeiten den performativen Ansatz weiter – das eigene Ich wird wie bei "ergo sum ..." in ein existenzielles Wechselgespräch aufgespaltet.
Peter Sandbichler hingegen arbeitet mit einem erweiterten Skulpturenbegriff – alltägliche Gegenstände wie z. B. Barhocker werden nach geometrischen Konstruktionsprinzipien miteinander zu Objekten verbunden. Als architektonische Intervention entwickelt sich eine Installation an der großen Wand im Foyer; nach einem Raster zusammengesetzte Acrylglasmodule wachsen mit wabenartiger Struktur reliefhaft in den Raum.

Renée Stieger
… ergo sum, Videoinstallation, 2003

Nikolaus Schletterer
Speicherpaar, 2005
Lambda-Print, Diasec, 92 x 230 cm
Biographien der Künstlerinnen und Künstler
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| Die Infobox bietet detaillierte Informationen zur Ausstellung. Interessante Berichte und Bildmaterial stehen zum Download als .pdf zur Verfügung. |
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Alexandra von Hellberg
Rauminstallation, 2005
Diverse Objekte und Materialien |
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Josef Rainer
Bürgerstraße / Innsbruck, 2005
Lambda-Print, 100 x 100 cm
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Peter Sandbichler
The Uniform of the Private # 6, 2005
6 Barhocker, Spanngurte, D 110 cm |
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Letizia Werth
Ohne Titel (Nr. 66), 2005
Bleistift auf Molino, 100 x 80 cm |
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Heidrun Widmoser
Kein Titel, 2005
Ö
l auf Leinwand, 145 x 155 cm
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