Karl Plattner (1919 - 1986)
9. März bis 14. Mai 2004
Kuratorin: Silvia Höller
Karl Plattner ist zweifellos Südtirols herausragendste Künstlerpersönlichkeit der Nachkriegszeit. Ausgehend von kubistischen Tendenzen fand der gebürtige Vinschgauer Zug um Zug zu seiner künstlerischen Handschrift, die über dreißig Jahre hinweg sein vielschichtiges Werk bestimmen sollte: große chromatische Felder, klare Flächenbegrenzungen und die kalkulierte Spannung zwischen Figur und Bildraum, die er aus dem Gegensatz von Plastizität und Fläche entwickelt.
Seine Bildfindungen zeigen Landschaften, Akte, selten Stillleben; sein eigentliches Thema ist aber der Mensch und der Kreislauf des Lebens. Hinter der Fassade kühler Ästhetik öffnen sich, frei von jeder Sentimentalität, die Abgründe des Menschen, Isolation, Kommunikationslosigkeit und Tod, oft aufgefangen durch warme Farbigkeit.
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Zwei Balkone, 1978/80, Öl auf Leinwand, 170 x 190 cm
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck
| "Wir blicken auf ausgezehrte, erloschene Gesichter, die wie leere Gehäuse auf die Beseelung warten. ..." |
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