
Die 1998 erfolgte Neugestaltung des Hauptsitzes der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG im Herzen Innsbrucks setzte nicht nur einen architektonischen Akzent; die Gestaltung der "RLB Kunstbrücke" erweist sich vor allem auch als "Brückenschlag" zwischen Kultur und Wirtschaft.
Eine 16 m lange Glasbrücke in der Schalterhalle verbindet als technische Innovation die beiden seitlichen Estraden. Eine Wand, die durch die gesamte Bank läuft, trennt den Schalterbereich vom bankinternen Backoffice. Durch ihre Schrägstellung wendet sich der Schalter dem Eingang zu, ihre Weiterführung nach außen bestimmt die Gestaltung der Außenräume. Im Osten begrenzt sie die – in Granit gestaltete – Arena, die Platz für Großplastiken bietet.
Im Westen liegt der Eingang des Selbstbedienungsfoyers. Die Einbeziehung der Freiräume und die transparente Glasarchitektur scheinen die Trennung von Innen- und Außenraum aufzuheben. Der hohe Eingangsbereich und der Blick auf die Galerie machen die Funktionszusammenhänge verständlich. Prismensonnenschutzanlagen verhindern unerwünschte Sonneneinstrahlung, lassen jedoch diffuses Tageslicht ein, das über eine Spiegeldecke in die Tiefe des Raumes gelenkt wird.
"Es ist, als ob man in ein bestehendes Gebäude einen neuen, leuchtenden Kristall eingesetzt hätte."
(Architekt Heinz Örley)
Planung, Bauleitung: Architekt Dipl.-Ing. Heinz Örley, Innsbruck
Mitarbeiter: Stefan Bacher, Christian Gritznig, Johannes Wieland
Statik: Gerhard Neuner, Rum
Glasstatik: Wilhelm Hofer, Alkoven
Lichtplanung: Bartenbach Lichtlabor, Aldrans
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