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Peter Niedertscheider - „Aufstellung“
„…Niedertscheiders Projekt reflektiert die eigenen, zeitgenössischen
Schaffensbedingungen…“
3. April bis zum 9. Juni 2006
Kurator: Georg Loewit
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Der 1972 in Lienz geborene und heute in Wien und Lienz lebende
und arbeitende Künstler Peter Niedertscheider studierte
von 1995 bis 1999 an der Hochschule für Angewandte Kunst
in Wien in den Meisterklassen Hrdlicka und Kowanz. Niedertscheider
hat seine Arbeit speziell für das RLB-Atelier konzipiert
und nützt die Galerie als Projektionsfläche für
seine „Aufstellung“. Der Künstler führt
bei dieser Ausstellung konsequent die Arbeit der letzten Jahre
weiter, wobei er sich vorwiegend im Medium des zweidimensionalen
Bildes bewegt. Diese Arbeiten verlangen vom Betrachter einen
ständigen Fokuswechsel zwischen einer räumlichen
Distanz, wobei das gesamte Bild ins Auge gefasst wird, und
eines zweiten Fokus, der Teileinheiten zu erkennen erlaubt.
Dabei bringt das eine Phänomen das jeweils andere zum
Verschwinden, die Pendelbewegung vollzieht sich nicht nur
im Raum, sondern auch in der Zeit. Die wesentlichen Themen
des aktuellen Projektes sind: Aktfigur/Standbild, Betrachter,
Raum und Zeit. Peter Niedertscheider greift die klassische
Aktfigur auf, trotzdem ist er weder ein klassischer noch ein
klassizistischer Künstler, sondern zeitgenössischer
Bildhauer. Auf die vom klassischen Gegenstand ausgehende Aura
wird rein äußerlich durch die Materialwahl verzichtet,
das Standbild auf seine Dinghaftigkeit zurückgeworfen.
Die Aufgabe, das Kunstding zum Kunstwerk zu machen, wird an
den Betrachter delegiert. Dieser Prozess vollzieht sich in
der Angleichung der für die Herstellung der „Ikons“ aufgewendeten
Zeit an die für deren Rezeption aufzuwendende Zeit. So
wird die Arbeitsweise transparent, ist der Schaffensprozess
quasi in Echtzeit nachzuvollziehen. Die Ikons sind dort aber
Zeichen für zwei zeitlich und räumlich unterschiedene
Vorgänge. In der Performance wird dieser Unterschied
auf ein Minimum reduziert, fallen Her-Stellung (als ein Stellen,
Verstellen, Verschieben) und Betrachtung quasi zusammen.
„Peter Niedertscheiders Projekt reflektiert die
eigenen, zeitgenössischen Schaffensbedingungen unter
der Voraussetzung einer klassischen Bildhauertradition.
Lebensgroße Aktfiguren werden gestellt, verstellt,
verschoben, auf ihre Dinghaftigkeit reduziert. Sie definieren
in einem potentiell endlosen Prozess den sie umgebenden
Raum. Die Glasfront des Galerieraumes wird zur Projektionsfläche
für ein „offenes“ Kunstwerk.“.
Mag.Rudolf Ingruber |
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Featurebild
zur Ausstellung "Peter Niedertscheider" im RLB-Atelier. |
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Featurebild
zur Ausstellung "Peter Niedertscheider" im
RLB-Atelier. |
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Featurebild
zur Ausstellung "Peter Niedertscheider" im
RLB-Atelier. |
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Featurebild
zur Ausstellung "Peter Niedertscheider" im
RLB-Atelier. |
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Featurebild
zur Ausstellung "Peter Niedertscheider" im
RLB-Atelier. |
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