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Prof. Anton Lehmden im RLB-Atelier
28. Juni bis 17. September 2010

Prof. Anton Lehmden ist die nächste Ausstellung im RLB-Atelier in Lienz gewidmet. Mit seiner Auswahl von insgesamt 17 Werken präsentiert der Künstlerische Leiter des RLB-Ateliers Prof. Georg Loewit eine breite Werkschau des Künstlers.

Loewit spannt dabei den Bogen von zwei Radierungen aus dem Jahr 1952 bis zu einem Aquarell aus dem Jahr 1999. „Es ist mir ein großes Anliegen, einen Einblick in die lange Schaffensphase sowie in die verschiedenen Arbeitstechniken des vielseitigen Werkes von Anton Lehmden zu geben“, so Loewit. Erstmals werden damit in Lienz Werke von Prof. Anton Lehmden ausgestellt, die Ausstellung läuft vom 28. Juni bis einschließlich 17. September.

Als Mitglied jener Künstlergruppe, die unter dem Namen „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ internationalen Ruf erlangte, nimmt Anton Lehmden aufgrund seiner Vielseitigkeit eine Sonderstellung ein.

Schwerpunkt seines Schaffens ist über Jahrzehnte hinweg in immer wiederkehrenden Variationen der Zugang zu mythischen Themen, kosmischen Träumen und apokalyptischen Visionen. Surreal-phantastische Vorstellungen beeinflussen dabei seine Sujets.

„Die bildnerische Qualität liegt in den phantastischen Bildeinfällen sowie in der altmeisterlichen Malweise. Sein bedeutendes grafisches Werk wird von subjektiven Interpretationen der sichtbaren und unsichtbaren Wirklichkeit beherrscht. In der Zeichnung und in der Radierung hat Lehmden jenes ideale Medium gefunden, in dem er – trotz des dominanten Schwarz-Weiß-Charakters – feinste Farbnuancierungen, Übergänge und subtilste Detailfreudigkeit an den Tag legen kann“, erklärt Prof. Georg Loewit.

Anton Lehmden wurde am 2. Jänner 1929 in Nitra (heute Slowakische Republik) geboren. Von dort aus kam Lehmden über Pressburg nach Wien, wo er zwischen 1945 und 1950 bei Christian Andersen und Albert Paris Gütersloh an der Akademie der bildenden Künste studierte. 1953 und 1954 beteiligte er sich mit großem Erfolg an der Biennale in Sao Paulo sowie an der Biennale von Venedig. 1956 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Grafik.

Von 1962 bis 1963 nahm Lehmden eine Gastprofessur an der Akademie für Angewandte Kunst in Istanbul an. 1966 erwarb er das Schloss Deutschkreutz im Burgenland, das seitdem Schaffensmittelpunkt des Künstlers ist und dessen Renovierung im Mittelpunkt seines Lebens steht. Lehmden erhielt 1968 den Preis der Stadt Wien. Von 1971 bis 1997 war er Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

In der aktuellen Ausstellung im RLB Atelier sind während der Banköffnungszeiten bis einschließlich 17. September sechs Radierungen, sechs Ölbilder auf Holz, vier Aquarelle sowie eine kolorierte Radierung zu sehen.


 
Die Infobox bietet detaillierte Informationen zur Ausstellung. Interessante Berichte und Bildmaterial stehen zum Download als .pdf zur Verfügung.

Kolosseum Rom
1973 - 74 Radierung koloriert
32,5 x 44,6 cm

Bäume - Wandlung
1985 - 87,
Öl auf Holz, 60 x 80 cm


Vogelflug über Ruine 1981
Aquarell auf Papier,
47 x 65 cm


Offene Landschaft 1996 - 97 Öl auf Holz
50 x 64,5 cm

Kopf 1976
Öl auf Holz
66 x 50 cm

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